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3 Jahrzehnte Schuldnerberatung Wien

Montag, 30. April 2018

Seit 30 Jahren unterstützt die Schuldnerberatung Wien überschuldete Menschen. Das FSW-Tochterunternehmen feiert sein 30-jähriges Bestehen. Bei einer Enquete im Rathaus würdigte Sozialstadträtin Frauenberger die Verdienste des Langzeitgeschäftsführers Alexander Maly, der Ende April in Pension geht.

Vortrag von Alexander Maly


Sozialstadträtin Sandra Frauenberger dankte den MitarbeiterInnen der Schuldnerberatung, die in den vergangenen drei Jahrzehnten rund 100.000 Wienerinnen und Wiener bei der Entschuldung begleitet haben. Sie strich die Verdienste von Alexander Maly als „österreichweit anerkannter Experte und Motor der Schuldnerberatung“ hervor. Maly, der mit Ende April in Pension geht, hat seine Agenden nun an Christian Neumayer übergeben. 

Die Bedeutung der Schuldnerberatung Wien strich auch FSW-Geschäftsführer Peter Hacker in seinem Eröffnungsstatement hervor. „Ich kann mich noch gut an die Stimmen erinnern, die gefragt haben, ob die Förderungen der Stadt für die Schuldnerberatung angebracht sind oder ob man das Geld nicht besser anders verwenden könnte“, sagte Hacker. „Die Antwort fällt eindeutig aus: Jeder Cent hat sich ausgezahlt und ich bin sicher, dass die 100.000 Menschen, denen wir in den vergangenen 30 Jahren geholfen haben, das genauso sehen. Denn sie wissen, dass wir nicht auf der Seite der Eliten und der Geschäftemacher stehen, sondern auf jener der Menschen, die Unterstützung brauchen.“  

Die Geschichte der Schuldnerberatung Wien

Alexander Maly hatte die Beratungsstelle Ende der 1980er Jahre als Mitarbeiter des Jugendamts der Stadt gegründet, ab 2005 war er Geschäftsführer der Schuldnerberatung Wien unter dem Dach des FSW. Mit seinem Team entwickelte er zahlreiche Innovationen für verschuldete Menschen, z. B. das Betreute Konto oder die AssistenzApp/Haushalt. Als Mitglied in zahlreichen ministeriellen Arbeitsgruppen leistete Maly wesentliche Beiträge zur Reform des Insolvenzrechts und zur Reduktion der Anforderungen beim Privatkonkurs. Darüberhinaus initiierte er die Schaffung einer österreichweiten Dachorganisation für Schuldenberatungen.

30_Jahre_SUL_Maly_Frauenberger

Stadträtin Sandra Frauenberger gratuliert und verabschiedet Alexander Maly

„Wir haben viel erreicht. Durch Erfolge auf rechtlicher Ebene wie im Bereich der Schuldenregulierung haben wir vielen Menschen die Reintegration in das normale Wirtschaftsleben ermöglicht“, resümierte Maly. Er bedankte sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den vielen WeggefährtInnen, Partnerorganisationen und FördergeberInnen wie dem Arbeitsmarktservice Wien, das bei der Veranstaltung durch den stv. Landesgeschäftsführer Winfried Göschl vertreten war.  

 

Neue Perspektiven

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Blick in die Zukunft. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus dem Wirtschafts- und Sozialbereich wie der Vorstandsvorsitzende der Zweiten Sparkasse, Günter Benischek, über das Thema „Nützt die Digitalisierung nur den Starken?“. Auf die künftige Rolle der Beratungsstelle ging auch der neue Geschäftsführer Christian Neumayer in seinem Schluss-Statement ein: „Wir wollen die Schuldnerberatung zu einer noch stärkeren Säule im sozialen Netz der Stadt Wien machen, erkämpfte Rechte von Menschen in Not wahren und ihnen neue Perspektiven eröffnen.“

Vortrag von Alexander Maly

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